Todes-ley

Der erste Reise-Kurzkrimi mitten aus dem Weltkulturerbe Mittelrheintal:

Todes-Ley ist zur Zeit ausschließlich über Amazon für 0,99 Euro zu beziehen.

Mein erstes E-Book ist im Selbstverlag im Rahmen des Amazon-KDP-Programms erschienen.

Diese Art des Publizierens eignet sich meiner Meinung nach besonders gut für Kurzgeschichten, oder auch für Literatur außerhalb des Mainstreams, die die meisten Verlage, die als Wirtschaftsunternehmen agieren müssen, nicht veröffentlichen können. Dadurch wird die Literaturszene vielfältiger und bunter. Das ist in meinen Augen eine sehr positive Entwicklung.

Was mich aber besonders gefreut hat, war, dass Todes-Ley beim ersten deutschen E-Bookpreis den 15. Platz belegt hat.

In diesem Kurzkrimis folgen Sie den Spuren der Täterinnen, die ihre Taten so geschickt vertuschen, dass sie in dieser traumhaften Landschaft nicht auffallen.

Leseprobe

Am Rand der Klippe ließ sich Anna auf ihre Knie fallen und starrte in das Tal. Der Rhein floss in der Sonne glitzernd, gemächlich dahin, als wäre nichts geschehen. Keine Wolke befleckte den tiefblauen Himmel. Das Pfeifen eines Zuges, der tief unter ihr am Fuß des Felsens vorbeidonnerte, hallte zu ihr hinauf. An den Hängen entlang des Rheins schmiegten sich Reben und Wälder bis zu den steilen, kantigen Klippen empor, auf denen festverankert dunkle Burgen aus uralten Zeiten in den Himmel ragten. Stahleck, Schönburg, Rheinfels. Früher kriegerisch, unnahbar, herrschaftlich, heute friedlich, romantisch, idyllisch. Anna brauchte sich nur nach vorne zu beugen. Dann stürzte sie hinab und zerschellte an den Klippen. Dann verschwand auch ihr geschundener Körper unter den Wipfeln der Bäume, unter dem Gestrüpp aus dichten Dornenbüschen. Wie Sonjas Körper! Und in der Nacht, wenn alle schliefen, rollte ihr Körper weiter den Hang hinab. Wo schwere Güterzüge sie in tausend Stücke rissen. Wie Thomas‘ Körper in jener Nacht! Dieser Idylle wegen mussten beide sterben.

„Anna, lass uns gehen! Jetzt wird alles wieder gut! Wir halten zusammen“, sagte Emily mit sanfter Stimme. Emily hatte sich beruhigt. Sie saß hinter Anna auf einem Felsen, der unter einem Baum aus der Erde ragte. Anna wollte sich nicht herumdrehen zu dieser Frau, die ihre Schwester war. Was war nur mit Emily geschehen?

Als Mutter auf dem Küchentisch Vaters Abschiedsbrief fand, war Emily elf und Anna neun Jahre alt gewesen. Ab diesem Tag wurde alles anders.

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