Ida und der Eichhörnchenprinz

Diese Geschichte über eine große Eichhörnchenliebe floss ganz spontan aus meiner Feder. Wie ich so am Schreiben war, so stellten sich auch die Bilder ein, die ich selbst gezeichnet habe, und die mich wieder in meine Zeit im Johannisberger Künstlerkreis erinnerten.

Das E-Book eignete sich für Leseratten ab 6 Jahren.

Cover Bookrix FormatDas E-Book ist in allen gängigen Shops erhältlich.

Inhalt:

Merkwürdige Dinge geschehen im winterlichen Niederwald. Weder Ida, noch ihre Freundin Gerda oder die anderen Tiere können diese Merkwürdigkeiten erklären. Nur Idas Freund, der Uhu Frieder, weiß,  wer dahintersteckt. Doch es ist gefährlich, Ida in das Geheimnis des verzauberten Eichhörnchenprinzen und einer großen Eichhörnchenliebe einzuweihen, denn die Spione des Waldgeistes lauern überall.

Leseprobe:

Es war am Abend des 1. Dezembers auf dem großen Hügel im Niederwald, wo die vielen Eichen wachsen. Zwischen den Ästen eines mächtigen Eichbaums, in einer geräumigen Höhle, in dem einst eine Spechtfamilie gelebt hatte, machte es sich Ida, die junge Eichhörnchendame bequem. Sie lächelte zufrieden. Schon bald würde der strenge Frost des Winters das Leben im Wald zum Erstarren bringen. Aber für Ida war das eine gute Zeit. Endlich durfte sie sich von den Strapazen des letzten Jahrs erholen. Unermüdlich hatte sie Eicheln, Bucheckern, Nüsse und Samen gesammelt. Diese hatte sie alle sorgfältig unter einer Wurzel der großen Tanne nahe dem vergessenen Steinbruch in einer unterirdischen Höhle versteckt. So viele, dass sie es sich sogar leisten konnte, in den kürzesten und dunkelsten Tagen, die bevorstanden, Gäste einzuladen. „Das wird ein Riesenspaß“, rief sie, rückte das Laub in ihrer gemütlichen Sitzecke zurecht und legte sich gleich zur Probe auf die himmlisch weiche Matratze. Doch was war das? Den harten Boden konnte sie immer noch fühlen. Mit einem Satz sprang sie auf. „Ida, Ida“, schimpfte sie mit sich selbst, „das hast du schon besser hinbekommen.“ Flugs schlüpfte sie aus der Öffnung ins Freie und sauste den rauen, griffigen Stamm ihrer alten Eiche hinunter. Das Laub des Waldbodens raschelte unter ihren Pfoten. Schneegeruch lag in der Luft, ohne dass sich bisher eine einzige Flocke gezeigt hätte. Ida schüttelte sich und plusterte ihr rotes, flauschiges Fell auf, um die Kälte, die ihre zarten Beine emporkroch, abzuwehren. Jetzt aber schnell! Sie hüpfte zu dem hundertjährigen Baumstumpf, wo die Eichhörnchen des Niederwaldes ihrem König huldigten. Dort sammelte sich in einer flachen Kuhle das Laub der krummen Buche.  Ida hatte ein absolutes Faible für dieses Buchenlaub. Schnell, husch, husch, raffte sie eins, zwei, drei, vier Blätter auf und kehrte um. Doch da sah sie vor sich auf einem abgestorbenen Ast, der ihr den Weg versperrte, eine Decke aus samtweichem Moos liegen. Wer konnte da widerstehen? Sie deponierte ihre Buchenblätter neben sich auf dem Boden und löste geschickt ein drei Eichhörnchenpopos großes Stück des Mooses von dem morschen Ast. Freudig packte sie ihre Blätter darauf und marschierte mit übervollen Pfötchen zu ihrer Eiche zurück. Ihre wertvolle Fracht umklammert, näherte sie sich ganz behutsam, ganz langsam, Schritt für Schritt ihrem Baum. Was für ein Glück, war es gleich geschafft. Denn ein Eichhörnchen sollte niemals so langsam am Waldboden entlangkriechen. Da hörte sie plötzlich ein lautes Rascheln neben sich. Ihr Herzchen blieb beinahe stehen. „Der Fuchs!“, war ihr erster Gedanke.

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