Für das Gramophon

Die Anthologie “Bei Zitat Mord” (Hg. v. Susanne Kronenberg und Belinda Vogt) entstand als Gemeinschaftsprojet der Autorengruppe: Dostojeskis-Erben. Die Aufgabe war, seinen Kurzkrimi mit einen Zitat aus Dostojewskis Buch: „Der Spieler“ zu beginnen. 30 Autorinnen und Autoren trafen sich und stachen blind einen Satz aus diesem Werk heraus.

Mein Satz hieß:

Auf dem Weg zu Mister Astley hatte ich keineswegs die Absicht, ihm etwas von meiner Liebe zu Polina zu erzählen, eher umgekehrt – ich wollte es gerade nicht.

Cover Bei Zitat Mord

Hier die Lesprobe meines Krimis: „Für das Grammophon“:

Auf dem Weg zu Mister Astley hatte ich keineswegs die Absicht, ihm etwas von meiner Liebe zu Polina zu erzählen, eher umgekehrt – ich wollte es gerade nicht.

Unwillig lief ich die Wilhelmstraße hinauf, in Richtung Mister Astleys Haus. Ich zog den Kragen meines Mantels hoch. Der Winter war kalt. In Polinas Armen war es eher umgekehrt. Als sie im letzten Sommer bei mir ihren Gesangsunterricht antrat, arbeiteten wir zunächst an ihrer Stimme. Zwecklos! Dann an ihren verspannten Schultern und Nacken. Bei einer Frau Ende zwanzig keine Seltenheit. Wir arbeiteten intensiv an weiteren Gliedmaßen, um dann wenigstens über ihr Brustkorb an ihre Stimme zu gelangen. Nach und nach kümmerte sie sich auch um meine Körperteile, schließlich wir uns gegenseitig um unsere. Aber ich stand am Anfang meiner Karriere und hatte einen Ruf als Komponist und Gesangslehrer zu verlieren. Ich schlug deshalb vor …

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